Mombacher entdecken Jugendstil im alten Ortskern

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Eine Ästhetik für Jedermann: Selbst die einfachsten Nutzbauten sollten einem ästhetischen Anspruch gerecht werden. Dass dies auch an vielen Mombacher Häusern, Ecken und Bauten gelang, davon konnten sich rund 50 Besucher und Besucherinnen beim  siebten Mombacher Abend überzeugen.  Er war dem „Jugendstil in Mombach“ gewidmet. Die Mombacher SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dr. Eleonore Lossen-Geißler begrüßte die Gäste und zeigte sich erfreut über das ungewöhnlich große Interesse an dem Thema. Die Kultur- und Weinbotschafterin Barbara Reif führte durch den  Abend und zeigte an verschiedenen Stationen, welche Elemente des Jugendstils im alten Ortskern zu finden sind.

Viele Mombacher und Mombacherinnen fahren täglich die Kreuzstraße hoch, ohne den Wasserhochbehälter am Straßenrand zu bemerken –  so harmonisch fügt sich dieser mächtige Turm in die Umgebung ein. Erst auf den zweiten Blick erkennt man das hochwertig gearbeitete Mauerwerk, die floralen Elemente und die schönen Steinmetzarbeiten. Ganz im Sinne des Jugendstils ein höchst ästhetischer Nutzbau. Die nächsten Stationen waren das alte Pumpenhaus und heutige Museum der Ortsgeschichte in der Emrichruhstraße, die evangelische Friedenkirche als das auch im wörtlichen Sinne herausragendste  Zeugnis des Jugendstils in Mombach, die Pestalozzischule und schließlich das denkmalgeschützte Areal zwischen Suderbrunnen und Emrichruhstraße. Nach zwei-stündigem Gang durch Mombach  fand der interessante Abend bei Wein und Brezeln im Mombacher Bürgercafé Malete  seinen Ausklang.

Mal sind es ganze Gebäude, mal nur einzelne Türen oder kleine Reliefs die den Geist des Jugendstils zeigen.  Den eigenen Ort zu entdecken und besser kennenzulernen, das nannte der Mombacher Ortsvorsteher Christian Kanka als das Ziel der Veranstaltungsreihe „Mombacher Abend“. Der „Mombacher Abend“ findet jährlich statt und wird organisiert vom SPD-Ortsverein.